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Grafiktablett-Stift funktioniert nicht – was tun?

Trust GrafiktablettsWer regelmäßig mit Bildbearbeitungsprogrammen arbeitet und zum Digitalen Zeichnen oder Bearbeiten von Fotos ein Grafiktablett mit Stift benutzt, weiß die Vorteile eines solchen Zeigegeräts mit Sicherheit zu schätzen. Mit einem Stift lässt sich der Cursor beispielsweise viel präziser steuern als eine Maus, sodass die Bildbearbeitung einfacher fällt. Darüber hinaus sind die meisten Grafiktabletts dazu in der Lage, die Druckintensität des Stiftes festzustellen, sodass sich die Deckkraft oder Pinselgröße steuern lässt. Wichtig ist hierfür natürlich, dass sich sowohl das Grafiktablett als auch der dazugehörige Stift einwandfrei verwenden lassen. Funktioniert der Grafiktablett-Stift nicht mehr ordnungsgemäß, kommen verschiedene Fehlerquellen infrage. Folgender Ratgeber hilft dabei, die Ursachen für das Problem aufzudecken und erfolgreich zu beheben.

Grafiktablett-Stift funktioniert nicht oder wird nicht erkannt: Zunächst sollten die Verbindungen überprüft werden

Grafiktablett-Stift funktioniert nicht – was tun?Hat man bisher problemlos mit seinem Grafiktablett arbeiten können, doch plötzlich wird der dazugehörige Stift nicht mehr erkannt, könnte dies an einer fehlerhaften Verbindung liegen. Doch bevor man beginnt, die Kabel und Schnittstellen genauer unter die Lupe zu nehmen, sollte man sowohl den Computer als auch das Grafiktablett neustarten. Eventuell haben sich Prozesse gegenseitig beeinflusst und damit die Signalweitergabe des Grafiktabletts beeinträchtigt. Hat ein Neustart das Problem nicht behoben, kann man außerdem noch den jeweiligen Dienst am Computer beenden und erneut starten. Hierzu ruft man zunächst den Task-Manger auf und klickt auf die Registerkarte „Dienste“.

Nun sucht man in der Liste den jeweiligen Dienst aus, klickt diesen mit der rechten Maustaste an und beendet ihn. Anschließend klickt man erneut mit rechts auf den Dienst und wählt die Option „Dienst starten“ aus. Hat auch dieses Vorgehen keine Besserung herbeigeführt, sollten die Kabel und Anschlussstellen kontrolliert dazu. Eventuell genügt es bereits, die Verbindung kurzzeitig zu trennen, indem man das USB-Kabel aus dem Anschluss herauszieht und nach wenigen Sekunden wieder einsteckt. Wurde die USB-Schnittstelle längere Zeit nicht verwendet, hat sich eventuell etwas Staub angesetzt, der nun die Weitergabe des Signals beeinträchtigt. Um dies zu vermeiden, sollte man die Schnittstellen, die Tastatur sowie den Schreibtisch regelmäßig mit einem kleinen Handstaubsauger säubern. Um herauszufinden, ob die Schnittstelle selbst defekt ist, kann man das Grafiktablett entweder an einem anderen PC anschließen und dort ausprobieren oder eine andere USB-Schnittstelle verwenden, falls der eigene Computer über mehrere USB-Anschlussmöglichkeiten verfügt. Darüber hinaus kann auch das Kabel selbst defekt sein, wie es beispielsweise bei einem Kabelbruch der Fall ist. In diesem Fall wird der Computer jedoch wahrscheinlich das komplette Grafiktablett nicht erkennen.

Treiber können die korrekte Funktionsweise beeinträchtigen

Treiber sind eigentlich dazu gedacht, dass die Funktion von Geräten optimiert wird. Allerdings können sich bei der Installation von Treibern schnell Fehler einschleichen, sodass ein Grafiktablett-Stift nicht mehr richtig reagiert oder vom Gerät erkannt wird. Um das Problem zu beheben hat man nun verschiedene Möglichkeiten:

  • Treiber installieren
  • Treiber aktualisieren
  • Vorherigen Treiber wieder nutzen
  • Treiber deinstallieren

Im Normalfall werden bei der erstmaligen Geräteinstallation aktuelle Treiber bereits mitinstalliert. Ob Treiber vorhanden sind, lässt sich am einfachsten über den Gerätemanager bei Windows feststellen. Der Gerätemanager ist eine Anwendung, die man entweder direkt in den Programmen sucht (Windows 10) oder über die Systemsteuerung (übrige Windows-Versionen) aufruft. Dort sucht man sich nun das genutzte Grafiktablett aus der Liste aus und überprüft, ob sich hinter der Gerätebezeichnung ein Warn- oder Fragezeichensymbol befindet. Ist dies der Fall, sollte unbedingt ein Treiber installiert werden. Ist im Lieferumfang des Grafiktabletts eine Software-CD oder DVD enthalten, sollte sich auf dieser auch ein Treiber befinden. Andernfalls kann man geeignete Treiber auch aus dem Internet herunterladen. Um Viren zu vermeiden, sollte man diese jedoch nicht unbedingt bei Drittanbietern, sondern direkt vom Hersteller beziehen. Folgende Tabelle zeigt, auf welcher Webseite man im Normalfall geeignete Treiber findet, wenn das Grafiktablett oder der dazugehörige Stift nicht mehr richtig funktioniert:

Problem Hersteller-Homepage für Treiber
Wacom-Stift wird nicht erkannt http://www.wacom.eu/index4.asp?lang=de&pid=29
Bamboo-Grafiktablett-Stift reagiert nicht http://www.wacom.eu/index4.asp?lang=de&pid=29
Huion-Stift wird nicht erkannt https://www.huiontablet.com/support/
Trust-Grafiktablett-Stift funktioniert nicht https://www.trust.com/de/trust/graphic-tablets
Ugee-Stift reagiert nicht http://ugee.net/download/

Bevor man die Treiber aktualisiert, kann man diese auch deinstallieren. Die Funktion hierfür findet man ebenfalls im Gerätemanager. Dieses Vorgehen ist besonders dann sinnvoll, wenn eine Aktualisierung der Treiber zu keinem Erfolg geführt hat, der Stift jedoch weiterhin nicht erkannt wurde oder fehlerhaft reagiert.

Treiber-Update lässt sich rückgängig machen: Zwar verfolgen Software-Entwickler mit neuen Gerätetreibern immer das Ziel, die Nutzer zu unterstützen, doch hin und wieder ergeben sich mit einer Treiber-Aktualisierung lästige Bugs. Diese Fehler sorgen unter Umständen dafür, dass der jeweilige Tablett-Stift nicht mehr richtig funktioniert oder die Signale fehlerhaft übertragen werden. Bemerkt man nach einem Treiber-Update eine solche Veränderung, kann man den Geräte-Manager aufrufen und die Aktualisierung einfach rückgängig machen. Hierfür wählt man mit einem Rechtsklick auf das Grafiktablett die Option „Eigenschaften“ aus und öffnet die Registerkarte „Treiber“. Mit einem Klick auf „Vorheriger Treiber“ werden die aktualisierten Treiberinformationen gelöscht und der vorherige Treiber wieder genutzt.

Wacom Stift wird nicht erkannt oder Bamboo-Grafiktablett-Stift reagiert nicht, weil sich eventuell der Stift abgenutzt hat

Schaut man sich einen Grafiktablett-Stift genauer an, so besitzt dieser weder eine Mine, noch ist er mit Tinte ausgestattet und dennoch kann sich der Stift mit der Zeit abnutzen. Aus diesem Grund sind bei vielen Produkten nicht nur einer, sondern zwei oder drei Stifte im Lieferumfang eines Grafiktabletts enthalten. Gerade wenn man den Stift nicht nur zum Navigieren verwendet, sondern digitale Zeichnungen anfertigt, nutzt sich der Stift unter Umständen sehr schnell ab. Die Spitze ist in diesem Fall nicht mehr gleichmäßig gerundet, sondern weist Unebenheiten auf. Dadurch leidet die Sensitivität und die Signale werden unter Umständen nicht mehr korrekt übertragen. Dieses Problem tritt auch dann auf, wenn man den Stift relativ einseitig verwendet, weil man zum Beispiel immer dieselben Bewegungen mit dem Cursor ausführt. Obwohl das Problem vor allem für Bamboo-Stifte und Wacom-Tabletts bekannt ist, bieten inzwischen immer mehr Hersteller die Grafik-Tablett-Stifte einzeln zum Nachkaufen an. Bei einigen Marken und Modellen lassen sich außerdem die Spitzen der Stifte austauschen, sodass man sich nicht direkt einen komplett neuen Stift zulegen muss.

Nicht jede Software ist mit einem Grafiktablett kompatibel

Grafiktabletts werden besonders gerne von Künstlern, Zeichnern und Grafik-Designern verwendet. Im Grunde genommen handelt es sich bei einem Grafiktablett jedoch um ein Zeigegerät, das wie ähnlich wie eine Computermaus funktioniert. Der Vorteil des Tabletts liegt darin, dass sich der Cursor viel präziser steuern lässt. Deswegen ersetzen viele Nutzer ihre herkömmliche PC-Maus durch ein Grafiktablett. Jedoch bedeutet das nicht für jedes Programm eine Verbesserung. So gibt es beispielsweise verschiedene Spiele, die das Verhalten einer Computermaus beeinflussen. Diese Spiele verändern die Position des Cursors, was bei einem Grafiktablett jedoch nicht möglich ist. Die unveränderte Stellung des Cursors wird unter Umständen als erneute Bewegung verarbeitet, die das Spiel korrigieren möchte. Es kommt zum Fehlverhalten des Programms, sodass man schnell der Meinung ist, der Trust-Grafiktablett-Stift funktioniert nicht oder ein anderer Stift reagiert nicht mehr richtig. Leider gibt nur selten konkrete Hinweise auf Verpackungen oder Produktbeschreibungen, die über die Kompatibilität zwischen Grafiktablett und einem Spiel informieren. Weiterhin ist es außerdem wichtig, das jeweilige Grafiktablett auf den eigenen Monitor abzustimmen. Wer etwa einen relativ großen und hochauflösenden Monitor nutzt, der sollte besser kein kleines Grafiktablett verwenden. Wenn zahlreiche Bildpunkte auf einen Bereich des Tabletts komprimiert, strengt das präzisiere Positionieren des Cursors an, sodass man sehr schnell ermüdet.

Hinweis: Wenn die Bewegungen des Stifts also als „sprunghaft“ oder unpräzise wahrgenommen werden, könnte ein zu kleines Grafiktablett beziehungsweise ein zu großer Bildschirm die Ursache des Problems sein.

Huion-Stift wird nicht erkannt, da das Grafiktablett womöglich selbst beschädigt ist

Wenn ein Huion Stift oder ein Grafiktablett-Stift eines anderen Herstellers nicht erkannt wird oder fehlerhafte Signale sendet, vermutet man die Fehlerquelle wahrscheinlich zunächst direkt am Stift. Allerdings kann natürlich auch das Grafiktablett selbst die Störquelle sein. Gerade wenn man abgenutzte Stifte weiterhin verwendet, verkratzt man eventuell das Display des Grafiktabletts, sodass dessen Berührungsempfindlichkeit herabgesetzt wird. Ebenso verkratzt das Tablett relativ schnell, wenn man immer gleiche Menüpunkte auswählt oder mehrmals dieselben Bewegungen wiederholt. Durch die Kratzer drückt man meist stärker mit dem Stift auf, sodass sich dieser wiederum stärker abnimmt und weitere Kratzer die Folge sind. Stellt man Kratzer auf der Oberfläche fest, sollte man das Grafiktablett beim Hersteller oder einem Fachmann vor Ort reparieren lassen. Um Kratzern vorzubeugen ist es ratsam, von Beginn an eine spezielle Schutzfolie vom Hersteller zu verwenden. Darüber hinaus können bei einem Grafiktablett natürlich wir bei jedem anderen Gerät Einzelteile beschädigt sein, sodass das Zeigegerät nicht mehr optimal funktioniert. Sollte man verschiedene Störquellen überprüft und sich vergeblich um eine Fehlerbehebung bemüht haben, liegt wahrscheinlich ein Defekt am Gerät selbst vor.

Folgenden sollten Sie in dem Fall beachten

  • Um den Anspruch auf die Garantie nicht zu verlieren, sollte man den Support des Herstellers kontaktieren. Dieser kennt eventuell weitere Möglichkeiten, mit denen der Grafiktablett-Stift wieder erkannt wird.
  • Meist finden sich auf der Homepage des Herstellers eine Telefonnummer sowie eine E-Mailadresse, über die der Support erreichbar ist.
  • Die meisten Grafiktabletts werden mit einer zweijährigen Garantie verkauft. Nach dieser Zeit muss man für Reparaturen selbst aufkommen.
  • Ob sich eine Reparatur lohnt oder ob der Kauf eines neuen Grafiktabletts sinnvoller ist, hängt in erster Linie von der Schwere des Defekts sowie vom Zustand und Alter des Tabletts ab. Im Normalfall kennen die Supportmitarbeiter die aktuellen Marktpreise, sodass sie den Kunden hierzu genauer Auskunft geben können.

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