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Unterschied zwischen Digitizer und Display

Trust GrafiktablettsMobile Endgeräte wie Tablet und Smartphone sind heute mit den verschiedensten Bildschirmtechniken versehen. Alle Displays haben eines gemeinsam: Sie sollen scharfe, kontrastreiche Bilder liefern und zugleich durch eine intuitive Bedienung auffallen. Die Zeiten, in denen man neben dem Display noch ein anderes Eingabegerät wie die Tastatur braucht, sind längst vorbei. Heute erfolgt die Eingabe direkt über den Bildschirm. Das macht die Geräte kompakter und die Anwendung einfacher, denn Sie sind nicht mehr auf weiteres Zubehör angewiesen. Eine Ausnahme sind Tablets und Smartphones, die mit einem Digitizer Bildschirm arbeiten. Sicherlich haben Sie den Begriff Digitizer schon einmal gehört, vielleicht wissen Sie aber nicht, was es damit auf sich hat. Genau das möchten wir hier erörtern.

Das Digitizer-Display: Grundlagen der Funktionsweise

Unterschied zwischen Digitizer und DisplayMöchten Sie ein Tablet oder ein anderes mobiles Endgerät kaufen, können Sie bei einigen Herstellern zwischen Touchscreen und Digitizer wählen. Ein Gerät mit Digitizer Bildschirm lässt sich zwar über den Bildschirm steuern, aber nicht mit der Hand. Über den Finger lassen sich hier nicht die gewünschten Befehle an den Bildschirm und das Geräteinnere übertragen. Sie brauchen stattdessen einen speziellen Eingabestift. Mit dem Eingabestift tippen Sie die Felder und Bereiche an, die Sie auswählen möchten.

Die Kombination von Eingabestift und Tablet bedient sich am Prinzip der Induktion. Es kommt also die gleiche Technik zum Einsatz wie bei einem Induktionsherd in der Küche. Sobald Sie mit dem Stift und den Tablet-Bildschirm drücken, entsteht ein elektrisches Feld. Dieses Feld sorgt für einen Stromfluss, der sich um einen im Gerät befindlichen Leiter erstreckt.

Tipp: Es wäre egal, ob das Eingabegerät die Form eines Stifts, Zauberstabs oder Ast hätte. An sich erkennt der Digitizer nämlich nicht den Stift, sondern ein Teil, das dem menschlichen Auge verborgen bleibt. Die Rede ist von der Spule, die im Inneren sitzt.

Verschiedene Arten des Digitizer-Bildschirms in der Übersicht

Die Digitizer Technik ist alles andere als neu. Zahlreiche große Konzerne wie Apple und Microsoft haben bereits entsprechende Lösungen auf den Weg gebracht. In den letzten Jahren wurden die Displays außerdem stetig weiterentwickelt, sodass immer wieder neue, verbesserte Angebote erschienen sind. Heute wird zwischen zwei Digitizer-Techniken unterschieden:

Aktiver Digitizer Passiver Digitizer
Beim aktiven Digitizer ist der Stiftaufbau im Inneren ein wenig aufwendiger als beim passiven Modell. So besitzen die Stifte eine vollkommen eigene Stromversorgung. Über diese gelangt die nötige Spannung zur Stiftspule. Es entsteht ein elektrisches Feld. Damit aber die elektrische Spannung auch von dem Digitizer Bildschirm selbst erkannt wird, ist dieser  mit einer Vielzahl von Antennen versehen. Beim passiven Digitizer ist die Technik im Tabletinneren ein wenig aufwendiger und innovativer. Auch hier sind die grundlegenden Elemente wie Antenne und Spule vorhanden. Die Antennen der passiven Digitizer sind aber weitaus komplexer und feinfühliger. Sie können nicht nur zuordnen, woher das Signal bzw. die Spannung kommt, sondern können in der Regel auch die Stiftneigung wahrnehmen und zuordnen.

Hinweis: Sowohl der aktive als auch der passive Digitizer reagieren auf Druck. Die beiden Bildschirme erkennen die beiden Druckstufen. Beim passiven Digitizer ist das Eingabegerät mit einem Drucksensor versehen. Dieser wird direkt hinter der Spitze montiert. Hier greifen die Hersteller auf verschiedene Sensortechniken zurück. Die Sensortechniken ermöglichen unterschiedliche Druckstufen.

Zur Bedienung braucht es einen Eingabestift

An sich ist die Anwendung der Digitizer Displays bei den Herstellern in Verbindung mit mobilen Endgeräten sehr beliebt. Die Bildschirmtechnik bietet auch allerhand Vorteile gegenüber dem normalen Touchscreen. In erster Linie muss hier die erhöhte Sicherheit genannt werden. Die Anwendung des Digitizer Tablets ist nämlich nur möglich, wenn Sie den dazu gehörigen Eingabestift besitzen. Die Technik kann weder mit dem Finger noch mit einem anderen beliebigen Eingabegerät umgangen werden.

Vor- und Nachteile eines Eingabestifts

Das bietet aber gleichermaßen Vor- und Nachteile

  • Eingabe über den Stift sehr genau
  • gut vor Missbrauch geschützt
  • Display verschmutzt nicht so schnell
  • komfortable Anwendung mit schneller Eingabe
  • wenn Stift verloren geht, ist keine Bedienung möglich

TIPP: Wenn einmal ein Stift verloren geht, können Sie das Eingabegerät online nachkaufen. Bei Amazon finden Sie von verschiedenen Herstellern Eingabestifte, die beispielsweise für das Microsoft Surface Pro 2 geeignet sind.

Unterschiede zwischen den Eingabegeräten

Ob Sie nun einen aktiven oder einen passiven Digitizer wählen, sollten Sie vor allem von den Eingabegeräten abhängig machen. Hier gibt es zwischen den Techniken durchaus Unterschiede. Aktive Digitizer mögen sehr attraktiv klingen. Versehen mit verschiedenen Tasten, ermöglichen sie es beispielsweise einzelne Programme auf dem Tablet per Tastenklick zu öffnen. Dies ist mit einem passiven Digitizer nicht möglich. Doch die aktive Technik macht sich auch beim Stiftformat bemerkbar, denn dieses ist deutlich umfassender als bei den passiven Modellen. Zum einen sind die Stifte an sich größer, weil irgendwie in deren Inneren die Batterie integriert werden muss, zum anderen sind die aktiven Digitizer an die Batteriekapazität gebunden. Sie funktionieren nämlich nur, wenn die Batterie voll ist.

Beruhen Bluetooth-Eingabestifte auf der gleichen Technik?
Im Handel gibt es schon seit einiger Zeit Eingabestifte bzw. Eingabegeräte, die sich über Bluetooth mit der nötigen Technik im Tabletinneren verbinden lassen. Beachten Sie jedoch, dass es sich hierbei nicht um ein Eingabegerät für einen Digitizer handelt.

Die Eingabestifte der Digitizer arbeiten an sich sehr genau, was sie heute auch so beliebt macht. Vielen fällt die Bedienung mit einem Stift auch leichter als die Steuerung mit dem Finger. Gerade auf kleinen Bildschirmen geraten Sie mit dem Finger schnell an ihre Grenzen.

Der Touchscreen: Der Klassiker unter den Bildschirmen

Nicht weniger beliebt als der Digitizer ist heute der Touchscreen. Der Touchscreen gehört mittlerweile zum guten Ton bei vielen Geräten und bildet die Basis von Tablet und Smartphone. Die Technik des Touchscreens hat sich bewährt, Kinderkrankheiten gibt es hier kaum mehr, zumindest fallen sie nicht ins Gewicht. Dieser Sensorbildschirm ist wie ein Tastschirm. Die Bedienung erfolgt hier mit dem Zeigefinger. Ob Sie dabei den linken oder den rechten Zeigefinger verwenden, hängt von Ihren Gewohnheiten ab. Die Bildschirme sind dazu in der Lage beide Finger zu erkennen. Die berührungsempfindlichen Bildschirme reagieren flott und lassen sich durch einen leichten Druck mit dem Finger hin und her bewegen.

Beim Touchscreen wird ein Touchpad verarbeitet. Es befindet sich entweder über oder auch unter dem eigenen Bild. Die Bedienung mit dem Finger ist bei dem Touchscreen mit der Führung einer Maus vergleichbar. Wie den Mauscursor bewegen Sie den Finger wahlweise nach links und rechts oder nach oben und unten. Möchten Sie einen Bereich „anklicken“, tippen Sie einfach mit dem Finger darauf. Im Anschluss öffnet sich ein Fenster oder die gewünschte Funktion wird ausgeführt. Die Funktionen, die bei einem Touchscreen möglich sind, sind besonders vielseitig. Sie können Fenster durch Auseinanderziehen vergrößern, Felder aber auch ganz einfach verkleinern.

Wie bei den Digitizern gibt es natürlich auch bei den Touchscreen-Displays Unterschiede hinsichtlich Aufbau und Struktur. Es gibt Systeme, die mit einem Multi-Touch versehen sind. Hier können Sie mit mehreren Fingern gleichzeitig das Display berühren. Der Touchscreen ist dazu in der Lage, diese Eingabe zu erkennen und sie entsprechend zu werten sowie umzusetzen. Das macht die Bedienung oft ein wenig schneller und sorgt auch dafür, dass Touchscreens mittlerweile in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden.

Multi-Touch-Displays sind mittlerweile eines der intelligentesten Systeme, die der Markt im Petto hat. Die Bildschirme können nicht nur Finger, sondern eben auch verschiedene Gesten erkennen. Es gibt sogar erste Touchscreens, die nicht einmal mehr den Druck durch den Finger brauchen, um auf Befehle reagieren zu können. Sie registrieren auch einen schwebenden Finger. Hinter dieser Technik stecken empfindliche Lösungen, die mit allerhand Sensoren auskommen. Der nur-Zeigemodus sorgt hier dafür, dass ein reines Zeigen mit dem Finger die Auswahl der Funktionen ersetzt.

Haben Sie es gewusst?
Wie der Digitizer wird auch der Touchscreen gern als Innovation dieser Zeit gefeiert. Dabei ist er weitaus älter als Sie sicherlich annehmen. Die Grundlagen für den Touchscreen wurden nämlich schon in den 1970er-Jahren auf den Markt gebracht. Damals wurde die CERN-Steuerung entwickelt. Es dauerte aber noch drei Jahrzehnte, bis der Touchscreen schließlich so klein und kompakt wurde, dass er auch in einem Handy eingesetzt werden konnte.

Vor- und Nachteile eines Digitizers

Wie der Digitizer bietet natürlich auch der Touchscreen Vor- und Nachteile. Sie sind in erster Linie dem Handling geschuldet. Wir möchten Ihnen die Vor- und Nachteile genauer zeigen:

  • einfache Anwendung
  • Finger ist als Eingabegerät immer mit dabei
  • auch berührungslose Touchscreens vorhanden
  • komfortable Bedienung
  • für viele Geräte geeignet
  • Missbrauchsanfälliger als der Digitizer
  • Display verschmutzt durch die Finger sehr schnell

Heute ist der Touchscreen aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Er kommt mittlerweile nicht mehr nur beim Handy und Tablet zum Einsatz, sondern hat sich ebenso als grundlegende Technik für Navigationsgeräte etabliert. Selbst im Auto sind die ersten Displays mit einem Touchscreen versehen.

Fazit: Welche Bildschirmtechnik ist die Richtige?

Sie sind sich unsicher, welche Bildschirmtechnik für Ihren Bedarf die Richtige ist? Wir haben Ihnen in diesem Ratgeber den Digitizer und Touchscreen Bildschirm genau erläutert und haben für beide Displays sowohl die Vor- als auch die Nachteile aufgeführt. Die Bildschirmtechniken unterscheiden sich erheblich voneinander und kommen daher auch für unterschiedliche Anwendungen und Bedürfnisse infrage. Beim Digitizer können Sie sich auf sehr viel Sicherheit gegenüber einem möglichen Missbrauch verlassen, da für die Bedienung des Geräts immer ein Eingabestift erforderlich ist. Beim Touchscreen ist das anders. Hier brauchen Sie einzig den Finger. Die Bedienung mit dem Finger ist oftmals aber nicht so komfortabel, wie Sie es sich vielleicht wünschen.

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